Mittelbayrische Zeitung – Ausgabe Schwandorf - 14. November 2009
„Test sorgt für Ärger bei Tourist-Infos“
Ein Kommentar von AMADAY-Geschäftsführer
Hans-Joachim Reinecke
Der Artikel vom 14. November 2009 mit dem Titel: „Test sorgt für Ärger bei Tourist-Infos“ von Jasmin Beer und Ernst Fischer befasst sich mit den Ergebnissen der verdeckten Gästeanfrage von AMADAY Consulting. Wie bei anderen Veröffent-lichungen gibt es heftige Reaktionen:
- Es wird kritisiert, dass AMADAY Consulting die getesteten Gemeinden nicht vorab einzeln informiert hat. Das ist richtig. Als privatwirtschaftliches Unternehmen haben wir eine Initiative angestoßen. Gerne wiederholen wir Studien dieser Art regelmäßig im Auftrag der Gemeinden, dann können wir auch jede Gemeinde vorab über die Ergebnisse informieren.
- Beim Beispiel der Gemeinde Schönsee tritt wie auch andernorts offen zu Tage, dass nach Einbindung von Gemeinden in Werbegemeinschaften das dahinter stehende Kommunikationskonzept Kommune-Gast angepasst werden muss. Der potentielle Gast konnte eine Anfrage stellen, erhielt aber keine Antwort, da nach Aussage von Maria Rettinger vom Touristikbüro hierfür die Werbegemeinschaft zuständig sei. Anders als im Artikel dargestellt gab es auch keine weitere Nachfrage seitens der Gemeinde Schönsee per E-Mail. Wie denn auch, schließlich wäre das nach den Ausführungen von Frau Rettinger die Aufgabe der Werbegemeinschaft gewesen …
Weitere Erläuterungen zur Aufgabenstellung finden Sie in unserer Stellungnahme zum Artikel im Bayerwald Echo vom 6. November 2009.
- Ein böser Schnitzer unterlief dem Autor des Artikels: Ungeprüft wird dort erneut behauptet, „Amaday habe zuerst beim Tourismusverband Ostbayern um Fördergelder für diesen Test nachgefragt, sei aber dort abgeblitzt“.
Diese Behauptung ist schlichtweg falsch. Zu keinem Zeitpunkt haben wir bei TVO nach Fördermitteln für einen Mystery Check gefragt, wir konnten daher auch nicht „abblitzen“.
- Ferner mag es sein, dass TVO nach Aussage von Alexander Anetsberger vom Tourismusverband Ostbayern bei einzelnen Gemeinden mitunter verdeckte Anfragen durchführt. Eine flächendeckender, systematischer Mystery Check mit anschließender Veröffentlichung, zumindest aus jüngerer Zeit, ist uns nicht bekannt.
Der Mangel an Studien dieser Art war gerade einer der Gründe, warum wir unsere aktuellen Untersuchungen durchgeführt haben. Wir wollten uns - mit Erfolg - ein objektives Bild davon verschaffen, wo Probleme in der Region liegen.
Wir freuen uns, dass wir mit unseren Studien zugleich einen Beitrag zu Anregung der öffentlichen Diskussion geben konnten und tragen mit unserer Beratungskompetenz gerne dazu bei, die touristischen Service- und Kommunikationskonzepte zu verbessern.