AMADAY Consulting in den Medien - Pressespiegel

Passauer Neue Presse
18. März 2010

„Tourismusverband wehrt sich gegen Studie “

Ein Kommentar von AMADAY-Geschäftsführer Hans-Joachim Reinecke

TVO-Geschäftsführer Michael Braun: "Mir fehlte einfach der fachliche Hintergrund"

Da spricht Herr Braun ein großes Wort gelassen aus.

"Mangelnde Qualifikation wirft der Tourismusverband Ostbayern (TVO) der Regensburger Agentur Amaday Consulting vor."

und:

"... die Agentur bestehe nur aus sieben Mitarbeitern, könne keine langfristige Erfahrungen im Bereich Tourismus nachweisen und lege ihren Ergebnissen keine empirischen Studien zu Grunde".

Über Erfahrung

"Empirie" (von griechisch empireia: Erfahrung, Erfahrungswissen) ist ein gutes Stichwort.

Wie von Braun nicht nur im hier kommentierten Artkel immer wieder deutlich gemacht, legt er die Messlatte an das Erfahrungswissen bei sich selbst nicht allzu hoch. Zwar kennt er keine einzige Studie von AMADAY Consulting, fühlt sich aber beflissen, deren Qualität zu kommentieren, noch dazu mit dem gescheiterten Versuch der Ehrabschneidung.

Das ist nicht empirisch, das ist nicht einmal "Hören-Sagen", das ist gar nichts!

Beim Schreiben dieser Zeilen fällt mir auf, dass ich offensichtlich doch älter werde:

Meine erste empirische Arbeit schrieb ich Ende der 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts, meine erste Tourismus-Onlinepräsentation erstellte ich 1998 für die Stadt Regensburg. Die städtische Homepage gehörte zu den ersten in Deutschland, deren Informationen nach der heute selbstverständlichen Zielgruppenorientierung ausgerichtet waren.

Mir fehlt jetzt wirklich die Zeit, um nachzuschauen, ob das nicht gerade das selbe Jahr war, in dem Michael Braun sein Studium abgeschlossen hat.

Über den richtigen Umgang mit Kritik und Anregung

Wir fragen uns ohnehin, warum sich Braun von uns angegriffen wähnt. Es geht uns bei unseren Aktivitäten nicht um eine Auseinandersetzung mit dem TVO, sondern um die Aufdeckung von Optimierungspotentialen für den ostbayerischen Tourismus und das Lernen von den Besten.

Wir führen Studien durch, an die zuvor niemand auch nur gedacht, geschweige denn sie ausgeführt hat. In der Tat sehen wir da - und nicht nur da - erhebliche Marktlücken für Touristische Beratungsaktivitäten. Wir behaupten bislang unwiderlegt, dass Benchmarks und Rankings ein gutes Werkzeug zum Anstoßen von Verbesserungen sind.

Und wir haben Erfolge. Destinationen zeigen Interesse an unseren Ergebnissen und treten mit uns in Dialog. Aber auch in Ostbayern tut sich was::

  • Kaum ist in der Presse zu lesen, dass auf Homepage des Ostbayern Tourismus der Zugang zu den Kontaktpersonen nicht gerade einfach ist, erscheint auf der entsprechenden Internet-Seite ein neuer Link, der genau diese Schwachstelle beseitigt.

Allerdings hätte Braun dazu nicht auf die Zeitungen warten müssen, wir hatten ihm die Studie bereits fast 10 Tage vor der Veröffentlichung zum moderaten Preis angeboten.

Wenig schön ist, dass die nachträgliche Einfügung des Links durch TVO zur Widerlegung unserer diesbezüglichen Studienergebnisse verwendet werden soll:

"Einige Kritikpunkte an der Homepage des TVO - „Ansprechpartner und Gastgeber seien schwer zu finden“ - würden sich laut Braun in Form eines Praxistests in Sekunden widerlegen lassen."

Jetzt schon!

Was das Prinzip "Attacke" für andere Ferienregionen bedeutet

Es lohnte sich vielleicht noch, den Umgang einiger weniger ostbayerischer Touristiker mit Kritik zu beleuchten. Denn Ähnliches ist uns bereits bei unserem Mysterycheck passiert.

In einem Artikel aus der Mittelbayerischen Zeitung vom 10.11.2009 konnte man lesen:

"Denn die (AMADAY, HJR) habe vorher beim Tourismusverband Ostbayern (TVO) angefragt, ob es für einen solchen Mystery Check Fördergelder gäbe. Nachdem der TVO abgelehnt habe, habe man die Aktion selbst durchgezogen."

In der Tat haben wir die Studie selbst "durchgezogen". Der Rest ist schlichtweg gelogen. Ein Schelm, wer sich dabei die Frage stellt, auf welchem Weg der zitierte Gemeindevertreter Informationen über Kontakte zwischen AMADAY und TVO bezogen haben will. Nun könnte angesichts der zitierten Argumenationsweise Brauns der eine oder andere Verdacht aufkommen. Sei´s drum!

Mit dem zu allem Überflüss nun auch noch öffentlich verkündeten Vorsatz, unsere Studie zu ignorieren, obwohl er sie nicht einmal kennt, tut Braun dem ostbayerischen Internet-Marketing keinen Gefallen.

Berchtesgadener-Land, Schwarzwald & Co. werden es ihm danken.

Destinationen im Vergleich Zur Homepage Berchtesgadener Land Zur Homepage Ostbayern Tourismus
Berchtesgadener Land Ostbayern Tourismus

Zur Erinnerung: Wir haben nicht Feriengebiete verglichen, sondern Ferienportale.

 

Ist die Öffentlichkeit der richtige Ort für eine Debatte?

Wir lieben unsere ostbayerische Heimat. Deswegen arbeiten wir am liebsten mit starkem Regionalbezug. Daher ist uns nicht nur aus ökonomischem Interesse daran gelegen, dass es bei uns mit der Tourismuswirtschaft aufwärts geht.

Wir gehen davon aus, dass es natürlich Aufgabe des TVO und artverwandter Organisationen ist, Optimismus zu verbreiten. Man muss nur aufpassen, dass einem in ständiger Ausübung dieser löblichen Tätigkeit nicht der Bezug zur Wirklichkeit abhanden kommt.

Die Autorin des Aritkels zitiert mich unvollständig:

"Uns liegt nichts an einer öffentlichen Auseinandersetzung mit dem TVO.“

Das ist fast richtig. Sie vergaß zu erwähnen, warum ich das gesagt hatte:

  • Die von Braun gewählte Art und Weise der Auseinandersetzung schadet den Interessen der ostbayerischen Tourismuswirtschaft.

  • Sie fördert die Tendenz, Kritik in erster Linie als Angriff, und nicht als Chance zu sehen.

  • Sie erhebt Beratungsresistenz zum Vorbild und zur Tugend.

Ansonsten haben wir in Hinblick auf wissenschaftliche Dispute nur Angst, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt.

Und die Zukunft der Zusammenarbeit der Touristiker im ostbayerischen Tourismus?

Im sozialen Netzwerk XING sucht Braun:

"Partner zum gedanklichen Austausch zu: Strategische Entwicklung von Tourismusregionen, Markenmanagement, touristische Produktentwicklung etc."

Dem stimmen wir uneingeschränkt zu.