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"Die Rückkehr des Glaubens" – so lautete die Überschrift in einem Spiegel Special mit dem Titel „ Weltmacht Religion“. In der Wiederentdeckung von Ruhe und Langsamkeit zeigt sich schon länger ein Gegentrend zur hedonistischen Konsum- und Erlebniswelt. Deutet sich ein Wertewandel von Wohlstand zum Wohlbefinden an?
Zumindest deuten neue, nicht nur im Tourismus diskutierte Themen, wie Selbstfindung, Sinnsuche, Wellness, aber auch Antimaterialismus und zunehmend propagiertes "Ökologisches Bewusstsein" darauf hin , dass sich die Urlaubs-gewohnheiten wirklich ändern.
Wer früher in die Ferne schweifen musste, fndet heute auch hierzulande Orte der Abgeschiedenheit, der Ruhe und der Gastfreundschaft. Die christlichen Klöster Europas haben das Bedürfnis der Menschen nach Spiritualität erkannt und ihre Klosterpforten dem interessierten Touristen geöffnet.
Der Aufenthalt im Kloster ist neben der Pilgerreise und der christlichen Studienreise ein neues Reisesegment im Bereich des spirituellen Reisens. Waren Klöster früher Stationen auf Pilgerreisen, so sind sie heute vermehrt das Z i e l einer Reise.
Nahezu alle deutschen Medien haben das Thema inzwischen aufgegriffen. Der Urlaub im Kloster ist kein Insidertipp mehr.
Die Studie untersucht die Motive der Nachfrager („Neue Langsamkeit?“ ) und erforscht, warum Klöster zu Reisezielen werden. Ein empirischer Teil bildet Angebot und Nachfrage ab.