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Mysterycheck Oberpfalz 2009
40 % der Tourismusanfragen bleiben in der Hochsaison unbeantwortet

Neben den beiden Internetstudien zu den kommunalen Homepages der Region
(Oberpfalz und Niederbayern, jeweils: 2009) hat Amaday Consulting im August/September 2009 eine weitere große Studie durchgeführt.

Mit einem sog. "Mystery Check" wurde in der Hochsaison das Antwortverhalten der Tourismusinstitutionen von Gemeinden und Städten der Oberpfalz auf eine typische touristische Anfrage von potentiellen Interessenten untersucht.

Die Anfrage erfolgte verdeckt und unangekündigt, d.h.eine fiktive Person mit "echten", Post- und E-Mail-Adressen stellte per Internet eine typische Touristen-Anfrage:

Dabei wurde nach freien Unterkünften zu einem bestimmten Reisezeitraum, nach Rad- und Wanderwegen, nach Vorschlägen für Tagestouren, nach Kartenmaterial und nach Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder gefragt.

Es handelt sich also um eine sehr konkrete und individuelle touristische Anfrage.

Zu den Ergebnissen des Mysterycheck Oberpfalz 2009

Hätten Sie das gedacht? Rund 40% der angeschriebenen 153 Kommunen antworten auf eine konkrete Anfrage von potentiellen Gästen nicht!

Diese Zahl ist erschreckend. Denn es wurden ja ausdrücklich nur Kommunen angeschrieben, die auf ihrer Webseite mit Tourismus oder zumindest Unterkunftsmöglichkeiten werben.

Die automatisch erstellte Antwort eines größeren Tourismusortes in der Oberpfalz klingt wie Satire:

„Unsere Touristinfo ist zur Zeit wegen Urlaub geschlossen.“

.... und das zur Hauptreisezeit!

Auch die Antwortzeit und die Antwortqualität lassen zu wünschen übrig. Viele Kommunen antworteten erst nach einer Woche per Email oder per Post.

Stark verbesserbar ist zudem das Eingehen auf konkrete Kundenwünsche. Die wenigsten Orte gingen auf alle angefragten Details ein.

Fazit

Insgesamt hätte man zum einen deutlich mehr Rücklauf erwartet, zum anderen hätte man auf eine solch konkrete Anfrage individuellere, personalisierte Antworten gewünscht. Stattdessen wurde nicht selten eine wahre Prospektflut ausgelöst.

Das schnelle Medium Internet wird nur dann zum optimalen Hebel für die Verbesserung der Position im Rennen um die Aufmerksamkeit potentieller Besucher, wenn der (Marketing-)Prozess von Anfang bis Ende durchdacht und angepasst wurde.

Eine Homepage ist kein Zauberwerkzeug, nach deren Erstellung die Einnahmen zu sprudeln beginnen. Sie ist nur e i n, wenn auch wichtiger Baustein in der gesamten Akquisekette.

Wer Touristenanfragen einwirbt und dann nicht beantwortet, benutzt das weltweite Medium zur Abschreckung, nicht zur Gewinnung von Touristen.

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Das Abschneiden der einzelnen Landkreise und Gemeinden fällt durchaus unterschiedlich aus.

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